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Helfen ist machbar, Herr Nachbar! Helfen macht Sinn, Frau Nachbarin!

  • Ein Senior und eine Seniorin auf der Parkbank
  • Menschen beim Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel
  • Menschen bei einem Stadtteilfest
  • Drei Menschen bei einer Hocketse

Mit diesen Slogans wird in Nordrhein-Westfalen für nachbarschaftliches Engagement geworben.
Dass Helfen machbar ist und Sinn macht - das ist es auch, was die Ehrenamtlichen der Nachbarschaftshilfe Ruf & Tat erleben.

Häufig ist genau das die Motivation für das Ehrenamt: Die Bereicherung des eigenen Lebens durch die sinnstiftende Tätigkeit, das Bewusstsein und die Erfahrung in der Gemeinschaft mit anderen Nachbarschaftshelferinnen und -helfern an einem wunderbaren Projekt mitzuwirken, die Freude und der Dank der Hilfesuchenden über den Besuch, das Gespräch, die Begleitung, die Unterstützung, die zu den Helferinnen und Helfern zurückkehrt und noch vieles mehr.

Hier einige Stimmen der Helfenden in Wiblingen und ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Gedanken, Erlebnisse und ihre Gründe, sich zu engagieren:

„Klar ist für mich: Helfen macht Sinn! Wer möchte nicht gerne etwas Sinnvolles tun?“ sagt die Helferin Frau B. T. „Und an der einen oder anderen Stelle sind wir doch alle auf Hilfe angewiesen - weil wir Menschen sind. In den vergangenen Jahren habe ich eine alte Dame begleitet, die mich beeindruckt hat. Sie war körperlich sehr schwach, aber geistig hellwach. Ihre eigene Situation hat sie akzeptiert und nicht bejammert. Sie hatte verschiedene Unterstützungshilfen organisiert, ich war hauptsächlich ihre Fahrerin, die sie zum Friseur und zu Arztbesuchen gefahren und begleitet hat. Während sie sich verschönern oder behandeln ließ, bat sie mich um ein paar kleine Besorgungen, die ich gerne für sie erledigt habe. Soweit das Formale. Besonders schön war aber das Persönliche zwischen uns. Sie hat mir von ihrer Familie erzählt, von ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln, die sie alle im Blick hatte. Sie erzählte von früher, von Urlauben und vom Familienalltag, und sie fragte nach meiner Familie, meinen Kindern und Enkeln. Es waren sehr schöne Gespräche, es entstand eine vertrauensvolle Beziehung - weit über das eigentliche Helfen hinaus. Besonders beeindruckt hat mich, dass sie zufrieden und dankbar war. Sie sagte einmal: >Ich habe die Erfahrung gemacht, dass - wenn ich den Leuten freundlich begegne - sie zu mir auch freundlich und hilfsbereit sind. Und dafür bin ich dankbar.<“

Herr H. B. fühlt sich bereichert durch das Kennenlernen der Lebenswelten und Bedürfnisse von den Menschen, die er besucht und unterstützt. Er schätzt es sehr, Austausch in der Gemeinschaft der Helfenden zu finden und sagt, dass die regelmäßig stattfindenden Helfertreffen, freiwilligen Fort-bildungen und andere Aktivitäten wie Ausflüge nach seinem Empfinden die Gemeinschaft der Ehren-amtlichen stärken und die Freude und den Schwung für das Engagement erhöhen. Die Begleitung durch die Einsatzleitung und die aktuellen Infos, mit denen die Helfenden versorgt werden, sind wertvoll für ihn, wie er anmerkt.

„Es macht einfach Spaß und es ist so schön, wenn man von den Klienten ein DANKE bekommt oder einfach nur ein Lächeln,“ findet Frau A. W.. Ihr selbst tut die Beschäftigung als Nachbarschaftshelferin und die damit verbundene Ablenkung gut, erklärt sie. Sie schätzt besonders das gegenseitige Vertrauen und Zuhören und empfindet Dankbarkeit, dass sie Menschen unterstützen kann, damit sie im Alter weitestgehend selbständig in ihrem Zuhause bleiben können.

Herr S. Sch. überlegt: „Helfer zu sein ergibt für einen selbst die Chance großräumiger zu denken und nicht nur um sich selbst zu kreisen, sondern auch den/die Nächsten in sein Leben einzubeziehen. Wichtig für jeden Menschen ist die Erkenntnis, eine Hilfe/ Unterstützung anzunehmen, ob kurzfristig oder langfristig, wenn man selbst überfordert ist. Das Annehmen von Unterstützung war nach meiner Erfahrung bisher für alle Klienten eine Zunahme an Lebensqualität und manchmal fragt der eine oder andere im Nachhinein: Wieso nicht schon früher?".  

Die Helferin Frau S. H. sagt Folgendes: „Es macht mich glück-lich, wenn es Anderen durch meine Zeit und mein Interesse besser geht. In der Nachbarschaftshilfe kann man mit kleinen Taten und aufmerksamen Gesten oft einen großen Unterschied im Alltag anderer Menschen machen. Mich motiviert der Wunsch, anderen zu helfen, ihnen ein Stück Lebensqualität zu schenken und ihnen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein. Gleichzeitig schätze ich die Gemeinschaft, die durch gegenseitige Unter-stützung entsteht. Für mich bedeutet Ehrenamt, füreinander da zu sein, Zusammenhalt zu leben und gemeinsam etwas Positives zu bewirken.“

Frau U. G., sagt: „Für mich persönlich ist es eine unheimliche Bereicherung, mich in diesem Ehrenamt zu engagieren und ich habe bisher nur schöne und erfüllende Begegnungen mit den Klient*innen gehabt. Auch gefallen mir die Treffen mit den anderen Helfern und Helferinnen gut.“

Auch Frau E. W. muss nicht lange überlegen: „Ich engagiere mich sehr gerne ehrenamtlich, weil es mir Freude macht, anderen Menschen zu helfen und sie zu unterstützen. Die Begegnungen und Gespräche bereichern mich jedes Mal aufs Neue. Es ist ein gutes Gefühl für mich zu wissen, dass man mit seiner Zeit und Aufmerksamkeit etwas Sinnvolles bewirken kann.“

Für Frau H. M., die im Ruhestand ist, bedeutet ihr Einsatz auch eine Struktur ihres eigenen Alltags. Sie erlebt, dass sie in der Zeit, wo sie für andere Menschen da ist, ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen kann, was ihr ein tieferes Verständnis für die Perspektiven, Sorgen und Nöte der unterstützten Menschen einbringt. Auch Gelassenheit und Geduld sind hier gefordert und werden dadurch gefördert, empfindet sie. Sie sagt, dass ihre Motivation zu helfen auch der Tatsachte entspringt, dass es ihr selbst gut geht und vielen ihrer Mitmenschen nicht in dem Maße. „Mein Einsatz bei der Kundin Frau H. hat mich tief beeindruckt und mir gezeigt, was man bewirken kann. Frau H. war sehr einsam und verbittert und ihre negative Einstellung war manchmal sehr herausfordernd für mich. Es war wunderbar zu erleben, wie sich Frau H. durch meine Besuche und unsere offenen Gespräche wandeln konnte. Das war eine große Freude für mich.“
Soweit die Stimmen der Ehrenamtlichen. Haben Sie Lust bekommen, Teil des Teams bei Ruf & Tat zu werden? Wir freuen uns auf Sie!

Die Einsätze in der Nachbarschaftshilfe können von den Ehrenamtlichen frei gewählt werden, so dass die Einsätze zeitlich und inhaltlich zu den Wünschen und Möglichkeiten der Helfenden passen. Für alle Interessierten - vom Teenager bis zur Seniorin/zum Senior – ist deshalb ein Engagement möglich und in den eigenen Alltag integrierbar. Das Lebensalter unserer Helfenden hat ein großes Spektrum: Unsere jüngste Helferin ist 22 Jahre, unsere älteste 89 Jahre alt - eine großartige Bandbreite, die es ermöglicht, für die vielen unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche der Hilfesuchenden immer eine optimale Passung zu finden. Unterstützung und Begleitung finden die Helfenden bei der Einsatzleitung. Die Aufwandsentschädigung, die die Ehrenamtlichen für ihren Einsatz erhalten, ist eine gern gesehene Anerkennung für etwas, das unbezahlbar ist.

Nachbarschaftshilfe Ruf & Tat, Einsatzleitung Lena Wessinger

Buchauer Str. 16, 89079 Ulm-Wiblingen, Tel.: 0731 940 5755, Mail: ruf_und_tat@keppler-stiftung.de, Bürosprechzeiten: montags 14:00 bis 16:00 Uhr, freitags 9:30 bis 11:30 Uhr

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